Schulrätin und  Bürgermeister übermittelten Glückwünsche

 

Volksschule Volkach zum dritten Mal in Folge mit dem Prädikat Umweltschule in Europa  ausgezeichnet

 

Der erste Bürgermeister der Stadt Volkach, Herr Peter Kornell ließ es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen, persönlich an seine Volksschule zu kommen, um den Schülern und Lehrern zur Auszeichnung „Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule “  zu gratulieren. Ebenso bedankte sich die für die Schule zuständige Schulrätin Irene Fina, stellvertretend für alle beteiligten Kollegen, beim Schulleiter Rektor Herbert Römmelt, der stellvertretenden Schulleiterin Andrea Riedmann, der Umweltbeauftragten Christiane Rößner und Konrektor Rainer Dotterweich, der die Projektleitung und Gesamtdokumentation übernommen hatte, für ihr außerordentliches Engagement.

Die Volksschule Volkach wurde damit nach 2008 und 2009 in diesem Jahr zum dritten Mal in Folge mit dem oben genannten Prädikat ausgezeichnet. Dabei handelt es sich um einen internationalen Wettbewerb der europäischen Umweltbildungsstiftung, an dem sich Schulen aller Schularten beteiligen können. In Bayern koordiniert der Landesbund für Vogelschutz  e.V. unter der Leitung von Klaus Hübner die Aktivitäten. Die Anlage und Pflege von Schulgärten, die Beschäftigung mit regenerativen Energien, die Installation von Mülltrennungssystemen und die Einführung von Schülerfirmen gehören ebenso zum Repertoire wie soziale Hilfsprojekte in der „einen Welt“, die Förderung von fair gehandelten Produkten und der schonende Umgang mit Ressourcen. Mit mindestens zwei Projekten mussten sich die teilnehmenden Schulen befassen. Die Volksschule Volkach wählte in diesem Jahr die Themenbereiche „Biodiversität“ und  „Eine Welt“. Unter dem Motto „Der Schulgarten, ein Paradies der Artenvielfalt“ nahm die Schule den hauseigenen Schulgarten wieder einmal näher in den Fokus der Betrachtung.

 

Er war einer der ersten Schulgärten in Bayern und ist mit ca. 5000 qm auch einer der größten.  Im Laufe der letzten Jahrzehnte ist er  „gewachsen“  und es wurden viele unterschiedliche Vegetationszonen und Lebensräume geschaffen: 2 Schulteiche, Streuobstwiese mit alten Obstsorten, Kräuterschnecke, Trockenmauer, Hecken mit heimischen Sträuchern und Büschen, Weinberg, Beete, Wiese, Getreidebeet mit alten Getreidesorten u.a. Durch die nachhaltige Betreuung – 3 Unterrichtsstunden sind jährlich fest eingeplant – ist der Schulgarten zum Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren geworden. Viele Klassen besuchen ihn als Anschauungsgrundlage.

 

In diesem Schuljahr wurde unter anderem mit der Planung und dem Bau einer Insektennistwand begonnen, ebenso wurde der schulhauseigene Weinberg unter fachmännischer Anleitung von Winzermeister Clemens  Fröhlich und Rektor Herbert Römmelt erweitert. Außerdem fertigten die Schüler Beschriftungstafeln für die vielen verschiedenen Baum-, Strauch- und Kräuterarten unter der Regie von Lehrerin Christiane Rößner. Auch die Kleinen waren begeistert bei der Sache. Mehrere Klassen der Grundschule untersuchten unter Anleitung von Lehrerin Sabine Huppmann und ihrem Mann den „Volkach“-Bach und bestimmten mit einfachen Mitteln die Gewässergüte. Ein Höhepunkt war sicher eine mehrwöchige Vogelausstellung, die der ehemalige Umweltbeauftragte Hans Schneider mit seiner Klasse initiiert hatte.

 

Zum zweiten Themenbereich „Eine Welt“ wurden bei verschiedenen klassenübergreifenden Hilfsprojekten ärmere Kinder aus Elendsvierteln Osteuropas, Südamerikas und Afrikas unterstützt.

Im Rahmen einer Festveranstaltung in Nürnberg  bekam die Volksschule Volkach als äußeres Zeichen eine Fahne, einen Stempel und eine Urkunde aus der Hand des Staatsministers für Umwelt und Gesundheit, Dr. Markus Söder „für ihr besonderes Engagement zur nachhaltigen Verbesserung der Schulumwelt.“ Der Minister hob dabei die besondere Verantwortung der Kinder und Jugendlichen als „Umweltschützer von morgen“ bei der Bewältigung der vielfältigen Probleme heraus. Auch  Rektor Herbert Römmelt freute sich über die Ehrung und versprach, man werde in diesem Sinne nachhaltig weiterarbeiten und sicher wieder einen würdigen Platz für die Fahne im Schulhaus finden.

 

Ein besonderer Dank gilt abschließend dem ehemaligen Kollegen und Umweltbeauftragten Hans Schneider, der jahrzehntelang die Umweltbildung in der Schule maßgeblich geprägt hat und auch jetzt im Ruhezeit als externer Berater mit Rat und Tat zur Verfügung steht.

 

Rainer Dotterweich

 

 

 

Koordinator Umweltschule Rainer Dotterweich, Schulrätin Irene Fina, Schüler der Klasse M9, Rektor Herbert Römmelt, Konrektorin Andrea Riedmann, Fachberaterin Umweltbildung Christiane Rößner und Erster Bürgermeister Peter Kornell.